Die Kontroll-Schleife — KI-generierten Code prüfen lassen, den man selbst nicht lesen kann

Wer Code liest, um ihn zu kontrollieren, braucht zwei Dinge: die Sprache und die Zeit. Im DI²-Projekt fehlen beide. Der Maintainer kommt aus der Datenbank-Entwicklung und kennt weder TypeScript noch die Webentwicklung, in der die Anwendung gebaut ist. Und selbst wer die Sprache beherrscht, liest die Menge an Code nicht mehr durch, die ein Coding-Agent … Weiterlesen

Der Agent misst, wo der Mensch klickt — Fehlersuche mit einem Coding-Agenten in Datenbank, Docker und Shell

Ein Fehler wird so gemeldet, wie er sich anfühlt: Die Meldung erscheint nicht, die Seite reagiert kaum, das Register lädt nach einem Neustart nicht mehr. Ein Anwender kann nur beschreiben, was die Oberfläche zeigt, und die Oberfläche ist das Ende einer langen Kette. Ein Coding-Agent mit Zugriff auf die Datenbank, die Container-Runtime und eine Shell … Weiterlesen

Ein Server, vier Umgebungen, kein Cookie-Banner — die Infrastruktur hinter einem Solo-App-Projekt

Die Frage nach dem Cookie-Banner stellt sich bei den meisten Web-Anwendungen zu spät. Die Anwendung steht, ein Analyse-Skript ist eingebaut, die Login-Seite kommt von einem Cloud-Dienst, und plötzlich braucht der erste Seitenaufruf einen Einwilligungs-Dialog, den niemand geplant hat. Im DI²-Projekt wurde die Frage umgedreht. DSGVO ohne Cookie-Banner war ein Designziel vom ersten Tag an, und die Infrastruktur … Weiterlesen

Zwei Agenten, ein Arbeitsbaum — was schiefgeht, wenn parallele Claude-Code-Sessions dasselbe Git-Repository teilen

Eine Claude-Code-Session öffnet ein Git-Repository, in dem keine Änderung offen ist, arbeitet eine halbe Stunde und committet am Ende das, was sich geändert hat. Im Einzelbetrieb ist das korrekt. Sobald eine zweite Session oder ein Mensch im selben Repository arbeitet, kann derselbe Ablauf fremde Arbeit mit in den Commit ziehen, und Git warnt nicht davor. … Weiterlesen

Agentic Coding aus Anwender-Sicht — Erfahrungen: Die Arbeit verschwindet nicht, sie verlagert sich

Seit dem Frühjahr 2026 entstehen zwei Projekte mit demselben Coding-Agenten: ein ETL-Generator auf Next.js und PostgreSQL und dieser Blog. Der Agent vervollständigt keine Zeilen, er arbeitet Aufträge im Repository ab. Dieser Artikel sammelt meine Erfahrungen mit Agentic Coding aus Anwender-Sicht. Ich entwickle Datenbanken, ETL-Prozesse und das Framework dahinter und nutze den Agenten als Werkzeug, ohne … Weiterlesen

27 Regel-Dateien statt einer CLAUDE.md — was sich dadurch geändert hat

Es gibt einen Moment, in dem eine CLAUDE.md kippt. Dieser Moment steht in keinem Kalender, er zeigt sich im Verhalten: Die Datei wird immer länger, und die Regeln darin werden immer schlechter befolgt. Jede neue Konvention, die man hineinschreibt, verdünnt die vorhandenen. Genau an diesem Punkt stand das Projekt hinter diesem Artikel — und die … Weiterlesen

799 hartkodierte Schriftgrößen — wie KI-gestützte Entwicklung Konsistenz-Drift erzeugt

Der Auslöser war kein Audit, sondern ein Störgefühl: Die Oberfläche wirkte unruhig. Beim ersten Hinsehen fällt so etwas nicht auf, beim zweiten und dritten aber schon — ein Zeitstempel hier eine Spur größer als dort, ein Dialog-Titel minimal kleiner als im Nachbar-Dialog. Von Briefen und Lebensläufen kennt jeder die Disziplin: gleiche Schriftart, gleiche Schriftgröße, gleiche … Weiterlesen

Ein Claude-Code-Projekt mit Entwicklungsworkflow und Datenbank aufsetzen — das offene Starter-Kit im Überblick

Ein leeres Repo und Claude Code, Anthropics Coding-Agent im Terminal — mehr braucht es nicht, um loszulegen. Und genau das ist das Problem: Das Modell schreibt sofort Code, aber von Haus aus sorgt nichts dafür, dass vorher eine Spezifikation entsteht, hinterher ein Review stattfindet oder das Datenbank-Schema reproduzierbar deployt wird. Wer ein Claude-Code-Projekt aufsetzt, entscheidet … Weiterlesen

Maximal-Vorlage statt leeres Repo — ein Claude-Code-Setup, das sich per /init selbst zuschneidet

Jedes neue Projekt beginnt mit demselben Ritual: leeres Repo anlegen, dann Ordnerstruktur, Konventionen und Workflow-Dateien aus dem letzten Projekt zusammensuchen — und die Hälfte vergessen. Eine Claude-Code-Vorlage kann diesen Reflex umdrehen: Statt mit nichts zu starten und mühsam aufzubauen, startet man mit allem — und lässt ein Interview löschen, was das Projekt nicht braucht. Genau … Weiterlesen

Skills vs. Rules in Claude Code — was automatisch lädt, was auf Abruf kommt und was es an Kontext kostet

Im .claude/-Ordner eines Claude-Code-Projekts liegen Rules und Skills nebeneinander: Markdown-Dateien, die fast gleich aussehen — und sich genau gegensätzlich verhalten. Claude Code Rules sind bei jedem Session-Start vollständig im Kontext; ein Skill kostet fast nichts, bis es jemand aufruft. Wer das verwechselt, packt entweder alles in Rules und bezahlt jede Session dafür — oder erwartet von einem Skill, … Weiterlesen