Drei Schweregrade statt pass/fail — und warum der Schweregrad entscheidet, wo die Regel steht

Die meisten Datenqualitäts-Systeme sterben nicht an schlechten Prüfungen, sondern an einem fehlenden Feld im Regel-Modell: dem Schweregrad. Ein fehlendes Länderkürzel in drei von 80.000 Zeilen blockiert den Nacht-Load, jemand schaltet die Prüfung „vorübergehend“ ab, und ab da läuft alles ungeprüft. Wer Datenqualität mit Schweregraden statt mit binärem pass/fail steuert, entkommt dieser Falle. Und der Schweregrad kann noch … Weiterlesen

Prüfregeln aus dem Schema ableiten — was die Metadaten schon wissen

Die Regel „country_code ist Pflicht“ steht zweimal in der Datenbank: einmal als NOT NULL im Schema der Zieltabelle, einmal als handgetippte Zeile in der Prüf-Konfiguration. Beim nächsten ALTER TABLE ändert sich nur eine der beiden Stellen, und die Prüfung wird still falsch. Wer Prüfregeln ableiten kann, statt sie zu tippen, muss diese Wiederholung nicht mehr pflegen: Die Metadaten wissen längst, welche Spalten … Weiterlesen

Datenqualität: Dimensionen und Fehlerklassen — der Theorie-Rahmen hinter den SQL-Prüfungen

Über Datenqualität wird viel geschrieben und wenig gemessen. Allein das deutschsprachige Praxis-Standardwerk zum Thema listet sechzig mögliche Qualitätskriterien — von Aktualität bis Zuverlässigkeit —, und selbst die knappen Modelle kommen noch auf sechs bis fünfzehn Dimensionen. Dabei ist der Kern erstaunlich handfest: Ein Datenfehler, der beim Laden abgefangen wird, kostet eine Meldung. Derselbe Fehler, der … Weiterlesen

Datenqualität mit SQL prüfen — ein konfigurierbares Framework, das schlechte Daten generisch aufspürt

Ein Fremdschlüssel ins Leere ist schnell beschrieben — ein country_code, zu dem es keinen Eintrag in den Stammdaten gibt — und überraschend leicht falsch geprüft. Die intuitivste Formulierung ist ausgerechnet die gefährlichste: NOT IN (SELECT …) liest sich wie deutsche Prosa, kippt aber lautlos um, sobald die Referenzspalte einen einzigen NULL enthält. Dann meldet die Prüfung null verwaiste Sätze, läuft grün durch und … Weiterlesen

Duplikate finden mit SQL — von COUNT(*) > 1 bis zusammengesetzte Schlüssel

GROUP BY … HAVING count(*) > 1 ist vielleicht das meistgetippte SQL-Snippet der Welt — und trotzdem stolpert es an zwei Stellen, die kaum jemand auf dem Schirm hat: bei zusammengesetzten Schlüsseln und bei NULL. Ausgerechnet beim Umgang mit fehlenden Werten in einer eindeutigen Spalte sind sich SQL Server und Postgres nämlich uneinig — der eine erlaubt … Weiterlesen

Daten mit SQL validieren — Wertebereiche, Pflichtfelder und die NULL-Falle

Eine Wertebereichsprüfung, die grün durchläuft, ist kein Beweis für saubere Daten. Wer WHERE alter < 0 OR alter > 120 schreibt, um unplausible Altersangaben zu finden, übersieht stillschweigend jede Zeile, in der alter gar keinen Wert hat — denn ein Vergleich mit NULL ergibt in SQL weder wahr noch falsch, sondern unbekannt. Genau dieser fehlende Pflichtwert kippt später den Load ins strikt modellierte Ziel. Daten mit … Weiterlesen

Datenqualität mit SQL prüfen — ein konfigurierbares Framework, das schlechte Daten generisch aufspürt

Schlechte Daten kündigen sich nicht an. Ein Alter von 200 Jahren, eine doppelte Kundennummer, ein Ländercode, den es nicht gibt — im Quellsystem fällt das niemandem auf. Erst wenn der ETL-Lauf die Sätze in die strikt modellierte Zielschicht schieben will, bricht der Load ab: an einem CHECK, an einem UNIQUE-Index, an einem Fremdschlüssel. Datenqualität mit SQL prüfen heißt, genau … Weiterlesen

Datenqualität in einem ETL-Prozess — technische und fachliche Fehler erkennen, bevor sie das Zielsystem erreichen

Ein einziger nicht konvertierbarer Wert — ein Datum im falschen Format, eine Zahl mit dem falschen Dezimaltrennzeichen — und der ganze ETL-Lauf bricht ab. Datenqualität in einem ETL-Prozess heißt: solche Fehler proaktiv erkennen, protokollieren und isolieren, bevor sie das Zielsystem erreichen. Dieser Artikel ist der Einstieg in eine Serie, die genau das als Design Pattern umsetzt. TL;DR — … Weiterlesen